Sankt Alban, Trebur

Die heutige St. Alban Kirche setzt die Tradition einer Kirche fort, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts aufgegeben wurde. Sie hat die Stürme der Geschichte unseres Landes nur in den Akten überlebt, und der genaue Standort ist archäologisch nicht gesichert. St. Alban dürfte laut Aktenlage die eigentliche und älteste Pfarrkirche von Trebur gewesen sein. 1557 heißt es: „Es seien drei Kirchen gewesen, die ERST vor dem Flecken hat geheißen St. Alban und ist gewesen die Pfarrkirch. Sie ist jetzt abgebrochen worden und an das Haus Rüsselsheim (Festung) verbaut worden.“ Mit der Reformation wurde Trebur evangelisch und erst durch die Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg ließen sich wieder Katholiken in Trebur nieder.

 

Auf einem Fensterbild im Altarraum sind die Heiligen St. Petrus in Ketten (Astheim), St. Alban (Trebur) und St. Laurentius (evangelische Kirche Trebur) dar­gestellt.

 

Die heutige St. Alban Kirche:

- 1965 durch Kardinal Hermann Volk geweiht. Traditionelle Hallenkirche mit eingerücktem Chorraum.

- Betonverglasung durch den Mainzer Glas- und Kunstmaler Gustel Stein.

- Die Betonverglasung der Altarraumfenster stellt die besondere Verbindung zwischen der St. Alban Kirche in Trebur, St. Petrus in Ketten in Astheim und der Ev. Laurentiuskirche in Trebur dar. 

- Das Kreuz im Altarraum wurde hergestellt durch Bruder Adelbar, Goldschmiedemeister aus Münster-Schwarzach.

- 1996 Anbau des Gemeindezentrums – Abriss des alten Kirchturms. Der neue Dachreiter markiert das Ende des Gotteshauses und steht an der Stelle des alten Kirchturms.

- 1998 Einweihung des Gemeindezentrums.

- 1998 Erwerb der Kreuzwegstationen der Künstlerin Marianne Haas, Overath.

- 1999 Isolierung und Außenrenovierung der Kirche.

- 2003-2004 Innenrenovierung der Kirche:
Die Chorraumstufe wurde herausgezogen. Dadurch wurden die starren Grenzen zwischen Chorraum und Schiff überspielt. Altar, Sedilien, Ambo und Tabernakelstele sind einfache Sandsteinkuben. Sie ruhen fest an ihrem Ort und sind durch eine Schattenfuge abgesetzt. Die liturgischen Objekte schweben scheinbar unverrückbar über dem Boden. Die Sedilien ergeben das Bild einer Festtafel: 12 Plätze verteilen sich um den Tisch. Die gemeinsame Eucharistiefeier wird dadurch bildhaft dargestellt. Der Fußboden ist aus glattem Naturstein, Jura.

- 2004 Gestaltung der Altarwand und der beiden angrenzenden Stirnwände des Mittelschiffs durch die Künstlerin Brigitte Satori-Constantinescu aus Darmstadt, (finanziert durch den Förderverein).
Anschaffung einer gebrauchten Stöberl-Orgel, die das bisherige Harmonium ersetzt.

- 07. März 2004 Wiedereröffnung und Altarweihe durch den Bischof von Mainz, Karl, Kardinal Lehmann.

- 24.Dezember 2004: Nach fast 40 Jahren „Ohne“ konnten Weihnachten zum ersten Mal die drei Glocken von St. Alban läuten (finanziert durch den Förderverein).

St. Alban